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Edelmetalle – glänzende Aussichten in unsicheren Zeiten?


Fachleute gehen davon aus, dass unser Wirtschaftssystem zunehmend anfälliger wird für Krisen. Sie glauben, dass es in naher Zukunft zu Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen wird. Denn die Verschuldung steigt stärker als die Wirtschaftsleistung; der Abbau der Schuldenstände und eine grundlegende Reform des Währungssystems werden nicht wirklich angegangen.

Viele Menschen machen sich deshalb große Sorgen um ihre Ersparnisse und um die Sicherung ihres Besitzstandes. Umsichtige Bürger halten es für dringend notwendig, sich mit dem Erwerb von Edelmetallen längerfristig gegen größere Risiken abzusichern und zum Beispiel physisches Gold oder Silber zu erwerben.

 
 

Edelmetalle - Definition und Eigenschaften

Zu den Edelmetallen zählen seit alters her Gold und Silber, auf die wir uns im Folgenden konzentrieren wollen. Außerdem gehören zu den Edelmetallen die im Laufe der letzten vier Jahrhunderte entdeckten Platinmetalle - neben Platin also auch Osmium, Rhodium Ruthenium und Iridium.

Edelmetalle zählen zu den Schwermetallen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich gut verarbeiten lassen. Deshalb gehören Gold und Silber auch zu ältesten, von Menschen genutzten Metallen. Zum Beispiel konnte man nachweisen, dass schon 2000 Jahre v. Chr. in Ägypten Gold gefördert wurde. Gold und Silber fanden schon seit dem Altertum in erster Linie Verwendung für die Herstellung von Schmuck und Münzen. Edelmetalle gelten in Zeiten politischer Verunsicherung und in - von Inflationsängsten geprägten - wirtschaftlich unsicheren Zeiten als sichere Anlage. Sie dienen dann oft als Krisen- oder Ersatzwährung und als Inflationsschutz bei Geldentwertung.

Wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit und ihrer sehr guten Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme werden Edelmetalle – vor allem Silber – auch im industriellen Bereich zunehmend nachgefragt.

 
Name, Symbol, Ordnungszahl Gold, Au, 79
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 11, 6, d
Aussehen metallisch gelb
CAS-Nummer 7440-57-5
ATC-Code

V10AX06

Massenanteil an der Erdhülle 0,004 ppm
Atommasse 196,966569(5) u
Atomradius (berechnet) 135 (174) pm
Kovalenter Radius 136 pm
Van-der-Waals-Radius 166 pm
Elektronenkonfiguration [Xe] 4f14 5d10 6s1
Austrittsarbeit 5,1 eV
1. Ionisierungsenergie 890,1 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1980 kJ/mol
Aggregatzustand fest
Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
Dichte gemessen: 19,32 g/cm3 (20 °C);
berechnet: 19,302 g/cm3
Mohshärte 2,5 bis 3
Magnetismus diamagnetisch (Χm = −3,5 · 10−5)
Schmelzpunkt 1337,33 K (1064,18 °C)
Siedepunkt 3243 K[9] (2970 °C)
Molares Volumen 10,21 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme 342 kJ/mol
Schmelzwärme 12,55 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit 2030 m/s
Spezifische Wärmekapazität 128 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit 45,5 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit 320 W/(m · K)
Oxidationszustände −1, 0, +1, +2, +3, +5
Oxide (Basizität) Au2O3 (amphoter)
Normalpotential 1,52 V (Au3+ + 3 e → Au)
Elektronegativität 2,54 (Pauling-Skala)

Gold als Wertanlage

Eine Wertanlage in Gold gilt als sicher und beständig. Deshalb ist Gold bei Anlegern sehr beliebt und stark nachgefragt.

Die klassische Methode in Gold anzulegen, ist der Erwerb von physischem Gold, also der Kauf von Goldbarren oder Goldmünzen. Goldbarren gibt es normalerweise in einer Größenordnung von einem Gramm bis zu einem Kilogramm.

Bei Münzen stehen die sogenannten Anlagemünzen im Mittelpunkt. Das sind in erster Linie der südafrikanische Krügerrand, der Maple Leaf aus Kanada und US-Goldmünzen. Die übliche Größe für Münzen ist die Feinunze mit einem Gewicht von 31,1 Gramm oder entsprechende Teilgrößen wie ½, 1/4, oder 1/10. Sowohl bei Barren wie auch bei Münzen ist die Stückelung von Bedeutung. Je kleiner die Teilgrößen, desto höher sind zwar die Kaufgebühren. Im Krisenfall ist man dadurch aber auch liquider.

Als Alternative zu physischem Gold gelten börsengehandelte Goldfonds. Sie werden normalerweise mit physischem Gold hinterlegt. Eine andere Möglichkeit sind Goldzertifikate, die jedoch nicht mit physischem Gold unterlegt werden. Kritiker sprechen deshalb oft von „Papier-Gold“. Wichtig ist außerdem: Zertifikate sind nachrangige Schuldverschreibungen. Im Falle eines Konkurses werden die Anleger erst nach den anderen Gläubigern berücksichtigt.

Silber – größere industrielle Nachfrage

Silber gilt als das „Gold des kleinen Mannes“. Es zählt wie Kupfer zu den ältesten von Menschen genutzten Metallen. In Reinform ist Silber sehr weich. Das Edelmetall wird deshalb in einer Legierung mit Kupfer verwendet. Das vor allem in der Schmuckindustrie bekannte 925er „Sterling Silber“, ist eine Legierung mit einem Anteil von mindestens 92,5 Prozent Silber. Kupfer wird deshalb verwendet, weil es die Farbe des Silbers nicht verändert.

Die Bedeutung von Silber für die Schmuckbranche nimmt immer stärker ab, dafür wird das Edelmetall immer wichtiger für die Industrie. Denn Silber ist das Metall mit der höchsten Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Es lässt sich leicht verarbeiten und reagiert nur mit wenigen chemischen Substanzen. Bakterien und Keime können auf einer Silberoberfläche nicht überleben. Deshalb wird Silber vor allem in der Lebensmitteltechnik, der chemischen Industrie, der Pharmazie und in der Medizintechnik eingesetzt. Auch in der Fotoindustrie und in der Elektrotechnik wird Silber für Beschichtungen verwendet. Die industrielle Nachfrage macht bei Silber inzwischen rund 50 Prozent aus.

Name, Symbol, Ordnungszahl Silber, Ag, 47
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 11, 5, d
Aussehen weißglänzend, metallisch
CAS-Nummer 7440-22-4
ATC-Code

D08AL30

Massenanteil an der Erdhülle 0,079 ppm
Atommasse 107,8682(2) u
Atomradius (berechnet) 160 (165) pm
Kovalenter Radius 145 pm
Van-der-Waals-Radius 172 pm
Elektronenkonfiguration [Kr] 4d105s1
Austrittsarbeit 4,26 eV
1. Ionisierungsenergie 731,0 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 2070 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 3361 kJ/mol
Aggregatzustand fest
Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
Dichte 10,49 g/cm3 (20 °C)
Mohshärte 2,5 bis 3
Magnetismus diamagnetisch (Χm = −2,4 · 10−5)
Schmelzpunkt 1234,93 K (961,78 °C)
Siedepunkt 2483 K[7] (2210 °C)
Molares Volumen 10,27 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme 254 kJ/mol
Schmelzwärme 11,3 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit 2600 m/s
Spezifische Wärmekapazität
Aggregatzustand fest
Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
Dichte 10,49 g/cm3 (20 °C)
Mohshärte 2,5 bis 3
Magnetismus diamagnetisch (Χm = −2,4 · 10−5)
Schmelzpunkt 1234,93 K (961,78 °C)
Siedepunkt 2483 K (2210 °C)
Molares Volumen 10,27 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme 254 kJ/mol
Schmelzwärme 11,3 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit 2600 m/s
Spezifische Wärmekapazität 235 (25 °C, Druck konst.) J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit 61,35 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit 430 W/(m · K)
Elektrische Leitfähigkeit 61,35 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit 430 W/(m · K)
Oxidationszustände +1, +2, +3
Oxide (Basizität) Ag2O, Ag2O2 (amphoter)
Normalpotential 0,7991 V (Ag+ + e → Ag)
Elektronegativität 1,93 (Pauling-Skala)

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